Die Palmenpflege stellt sich nicht als besonders schwierig dar. Doch sollte man einige Grundregeln beachten, um ein möglichst gesundes Wachstum und eine hohe Lebensdauer der Palme zu unterstützen. Da ich vorwiegend winterharte Exoten anbiete, beschränkt sich die folgende Darstellung auf den Kreis der frostharten Palmenarten. Jedoch enthalten die Hinweise auch Grundsätze, die auf die übrigen Gattungen übertragbar sind.
Beschaffenheit des Bodens Ein gesundes Wurzelwachstum setzt das richtige Substrat voraus. Grundsätzlich gilt, dass Palmen einen gut drainierten Boden benötigen, d.h. das Substrat muss eine Beschaffenheit aufweisen, die ein schnelle Abfliessen von Wasser ermöglicht, um einem Feuchtigkeitsstau entgegen zu wirken und somit eine Wurzelfäulnis vermeidet.
Wasserbedarf Im Sommer braucht eine Palme - so wie alle Pflanzen - relativ viel Wasser. Es exisitiert jedoch kein allgemein gültiger Maßstab, vielmehr sind die Größe und Art der Palme, sowie die Beschaffenheit des Substrates zu berücksichtigen. Es gilt, eigene Erfahrungen mit diesen Faktoren auszutesten und entsprechenden Rückschlüsse zu ziehen. Als Grundregel ist zu beachten, dass die Erde nie vollkommen austrocknen darf. Ein regelmäßiger Test mit dem Finger auf Feuchtigkeit stellt diesbezüglich ein guter Indikator dar. Beim Gießen sollte man darauf achten, dass auch der untere Teil der Wurzel von den Nährstoffen erreicht wird. Das Substrat darf auf keinen Fall "matschig" werden. Im Winter sinkt der Wasserbedarf erheblich ab, da die Palme ihr Wachstum verlangsamt bzw. sogar ganz einstellt. Deshalb sollte zu dieser Jahreszeit nur selten gegossen werden.
Überwinterung im Haus Soweit eine Palme noch zu jung zur Auspflanzung ist oder diese bei einer bestimmten Gattung gar nicht in Betracht kommt, ist ein geeigneter Ort für die Überwinterung zu suchen. Dieser sollte möglichst kühl (ca. 5 bis max. 15 °C) und nicht zu dunkel sein. Ein dunkler Kellerraum kann jedoch mit Hilfe einer 36W Neonröhre zu einem guten Winterquartier umgerüstet werden. Palmen mögen keine trockene Heizungsluft; insofern empfieht sich bei einer Überwinterung in Wohnräumen ein Standort, der sich möglichst weit entfernt von Heizkörpern befindet. Auch kann die Anschaffung eines Luftbefeuchters, soweit der Raum nicht all zu groß ist, zur Klimaverbesserung beitragen.
Düngen In den Monaten von März bis Oktober sollten Palmen ca. alle 14 Tage Dünger verabreicht werden. Als ausreichend hat sich handelsüblicher Palmendünger erwiesen, der in das Gießwasser verdünnt beigemischt wird. Gerade in den Sommermonaten verbraucht eine Palme viele Nährstöffe. Dagegen sollte man ab Oktober unbedingt auf eine Düngung verzichten, da der Nährstoffbedarf aufgrund der dunklen Tage rapide absinkt und eine Düngung sogar zu Schäden führen kann.
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